360 Grad

Was andere im Mai über Geld und Vermögen geschrieben haben

Wir werfen einen Blick über den Tellerrand – auf interessante Dinge, die anderswo veröffentlicht wurden.

29. Mai 2018

Das womöglich dominierende Thema der vergangenen Wochen: Am 25. Mai ist die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten – und unzählige Experten haben sich auf unzähligen Kanälen dazu geäußert. Einen für digitale Vermögensverwalter interessanten Aspekt beleuchtet Wesselin Kruschev, Managing Principal der Beratungsfirma Capco bei Fonds professionell: Eine Passage der Verordnung lässt sich durchaus so interpretieren, dass Robo Advisor ihren Kunden offen legen müssen, welche Algorithmen ihren Anlagevorschlägen zugrunde liegen. Das hieße letztlich, dass sie den Kern ihres Geschäftsmodells offenbaren müssten. 

FinTechs als Gegner des etablierten Bankensystems? Das war einmal. Payment and Banking pflegt eine inzwischen recht eindrucksvolle Infografik, die einen Überblick bietet über Kooperationen zwischen etablierten Finanzinstituten und jungen Startups – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigt, wie sehr FinTechs inzwischen darauf setzen, den Marktzugang der etablierten Player für sich zu nutzen – und wie konsequent die Banken mittlerweile erkannt haben, dass Startups eben nicht nur Disruptoren sein können, sondern auch Verbündete bei der Transformation des eigenen Geschäftsmodells. Prospery verkörpert diese Idee als Spinoff der niederländischen Großbank ABN AMRO selbst ebenfalls konsequent.

Das auf die Robo-Branche spezialisierte Blog wirft diesmal einen differenzierten Blick auf die Frage, ob die seit Jahren boomenden ETFs, also Indexfonds, ihrem hervorragenden Ruf wirklich gerecht werden. Antwort: Ja, aber... – denn neben unbestreitbaren Vorteilen wie den günstigen Kosten und der hohen Flexibilität gibt es nach Meinung des Autors eben auch klare Nachteile. Dazu gehören die Unmöglichkeit, eine überdurchschnittlich hohe Rendite zu erzielen, und die teils hohe Volatilität. Gut für Anleger also, wenn sie die Möglichkeit haben, von kompetenten aktiven Fondsmanagern zu profitieren – und dabei in den Genuss günstiger Gebühren zu kommen. Hatten wir eigentlich schon erwähnt, dass die Anlage bei Prospery Privatanlegern Zugang zu institutionellen Konditionen bietet?

Daniel Korth, normalerweise als Finanzrocker aktiv, hat anlässlich rel="noopener noreferrer" der Ausstellung „Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend“ im Deutschen Historischen Museum Berlin in einem Beitrag für das Blog des Museums versucht zu ergründen, woher die Vorliebe der Deutschen für Sparstrümpfe und Bargeld kommt – und landet bei der berüchtigten „German Angst“ als Erklärung. Immerhin aber schließt er optimistisch: „Die jüngeren Generationen werden mit der modernen Technik groß, haben mehr Vertrauen in die Entwicklungen und probieren mehr aus. Überzeugt man sie von den Vorteilen digitaler Zahlungsmöglichkeiten, werden sie sich auch daran wagen und diese vermehrt nutzen.“

Und zum Abschluss noch einmal das Thema Sparen, diesmal in Form eines Podcasts: Stefan Obersteller geht auf seiner Plattform Geldbildung der Frage nach, ob die oft gehörte Phrase von der systematischen Enteignung der Sparer tatsächlich die Realität beschreibt oder eher in das Reich des Populismus gehört. Sein Fazit: Eher Letzteres, denn negative Realzinsen sind historisch kein neues Phänomen. Gleichzeitig hat gerade die Politik der internationalen Notenbanken Anlegern sehr ansprechende Renditen ermöglicht – wenn sie sich in Anlageformen wie Aktien oder Immobilien engagiert haben. Und eben nicht nur im Sparstrumpf.

Vermögensmanagement und Geldanlage mit Prospery