360 Grad

Was andere diesen Monat über Geld und Vermögen schreiben

ein Blick über den Tellerrand auf interessante Dinge, die andere geschrieben oder gesagt haben.

26. März 2018

Gründerszene: 160 Millionen US-Dollar für N26
Es ist die bisher größte Finanzierungsrunde für ein Fintech-Unternehmen aus Deutschland – und es ist ein Zeichen, dass auch die ganz Großen der Finanzbranche Ernst machen mit der Digitalisierung: Ausgerechnet der Versicherungskonzern Allianz beteiligt sich mit umgerechnet 143 Millionen Euro an der Berliner Online-Bank, die sich auf mobiles Banking spezialisiert und ehrgeizige Expansionspläne hat. Im Vergleich zum Retail-Banking steht die Digitalisierung der klassischen Vermögensverwaltung sicher noch eher am Anfang, schließlich gab es die ersten Direktbanken bereits vor mehr als 20 Jahren. Aber der Trend ist klar.
 

Blick-Log-Blogger Dirk Elsner befasst sich in seiner Kolumne für Capital über den Wildwuchs auf dem Feld der Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Co. und das Ringen der Regulatoren um den richtigen Umgang mit dem Phänomen, das technologisch ebenso innovativ ist wie finanziell spekulativ. Nicht zuletzt erlebt mit den Initial Coin Offerings (ICOs) eine neue Form des Crowdfundings einen fast unglaublichen Boom. Startups und zunehmend auch etablierte Unternehmen nutzen dieses neue Instrument, um sich selbst zu refinanzieren. Allein in den vergangenen 14 Monaten wurden über ICOs 4,5 Milliarden US-Dollar eingesammelt – über traditionelle Mittel der Startup-Finanzierung dagegen nur 1,3 Milliarden. Elsner weist zum Schluss seiner Kolumne darauf hin, dass mit der erhöhten Aufmerksamkeit und Professionalisierung des Feldes nun eine Phase der Zähmung für die Kryptowährungen beginnt – die hoffentlich nicht zum Aussterben der digitalen Währungen führe. Wir würden noch hinzufügen, dass Kryptowährungen, selbst der etablierte Bitcoin, angesichts der momentanen Reife des Marktes eher noch nichts für ernsthafte, langfristig orientierte Anleger sind.

Der Bank-Blog: Zurück in die Zukunft mit dem „Banco-Coin“
Eine weitere originelle Auseinandersetzung mit dem Thema Kryptowährungen hat Peter Scholz auf dem Bank-Blog veröffentlicht: Er geht 400 Jahre zurück in der Zeit und erläutert am Beispiel der damals von Hamburger Kaufleuten und Stadtherren geschaffenen „Mark Banco“, wie eine Währung der Zukunft aussehen könnte, die Vorteile von Euro, Kryptowährungen und dieser altehrwürdigen Währung vereint. Spannend zu lesen.
 
RoboAdvisor Portal: Kommt es doch auf die menschliche Komponente an?
Eine interessante Einsicht, insbesondere für ein Portal, dass sich intensiv mit der Robo-Advisor-Branche in Deutschland auseinandersetzt: „Stellt sich doch die Frage, wie perfekt Robo-Advisor denn nun wirklich sind? Oder wie sich tatsächlich die Zukunft der digitalen Geldanlage am ehesten darstellen wird? Schaut man sich den globalen Markt der Robo-Advisor an, so wird vor allem in den letzten Monaten als mögliche Antwort auf diese Fragen eins recht deutlich: der Hybrid Robo-Advisor hat wohl die besten Chancen.“ Der Artikel erläutert diese These sehr nachvollziehbar und geht unter anderem darauf ein, dass nur ein menschlicher Finanzberater über emotionale Intelligenz verfügt und ein vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Kunden aufbauen kann. Dinge, die wir voll und ganz unterschreiben – nicht zuletzt deshalb haben wir schließlich unseren Service Prospery Coach aufgebaut.
 

Vermögensmanagement und Investments mit Prospery