Wealth der wissenschaft 

Warum Prospery auf aktive Fonds setzt statt auf ETFs

Aktives Management kann Anlegern echten Nutzen bringen – insbesondere, wenn die Kosten so niedrig sind wie bei Prospery.

18. April 2018

Es gibt zwei grundlegend unterschiedliche Arten von Investmentfonds: aktiv gemanagte Fonds und passiv gemanagte Fonds (Indexfonds und ETFs). Wie der Begriff nahelegt, kommt es bei aktiven Fonds auf die Fähigkeit von Fondsmanagern an, den richtigen Zeitpunkt oder die erfolgreichsten Wertpapiere auszuwählen. So wird der Manager eines aktiven Fonds zum Beispiel in Aktie A investieren, wenn er davon ausgeht, dass diese eine höhere Rendite erzielen kann als Aktie B.

Aktive Fonds sind das genaue Gegenteil von passiven Fonds. Die von ihnen verfolgten Investmentstrategien heißen „passiv“, weil sie die Performance eines Index so genau abbilden wie möglich. Das Fachwort dafür ist „replizieren“ – ein passiver Fonds repliziert also zum Beispiel den DAX oder den Euro Stoxx 50 oder – falls es sich um einen Anleihefonds handelt – den Barclays Global Aggregate Bond Index. Die Replikation eines Index führt im Prinzip dazu, dass der Anteil einer Aktie in einem Portfolio genauso hoch ist wie im Index. Wenn also der Anteil von Aktie A am Index 5 beträgt, dann bestehen auch 5 Prozent des zugehörigen Indexfonds aus Aktie A.

Theoretisch können aktive Fonds nicht besser abschneiden als ihre passive Konkurrenz, wenn die Finanzmärkte effizient sind. Diese Idee basiert auf der Markteffizienzhypothese (englisch efficient market hypothesis oder EMH), der zufolge die Aktienkurse bereits alle öffentlich verfügbaren Informationen widerspiegeln. Dies soll dazu führen, dass es unmöglich ist, den Markt zu schlagen. Wenn diese Hypothese korrekt ist, sollten Anleger demnach besser in passive Fonds investieren, um ihre Kosten zu minimieren.

In der Realität sind die Märkte „effizient ineffizient“: Sie sind ineffizient genug, um Manager und Investoren eine Kompensation für auf Können basierende Anlagestrategien zu bieten, aber nicht so ineffizient, dass sie einer Vielzahl von Akteuren leicht auszubeutende Anlagegelegenheiten eröffnen. 

Gary Wendler und Jonathan Peckham1 haben 2015 in einer Studie die historische Performance von aktiven und passiven Fonds untersucht, die in US-Aktien sowie Aktien aus anderen Ländern investiert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass über fünf Marktzyklen2 60 Prozent der wirklich aktiven Fonds ihre Benchmark nach Kosten in einer Reihe von Metriken geschlagen haben. Dazu gehören die Überrendite gegenüber der Benchmark (excess return), die Partizipation an Verlusten (downside capture) und die risikoadjustierte Rendite, die eine erzielte Performance ins Verhältnis zum dafür eingegangenen Risiko setzt. 


Die Studie von Wendler und Peckham erinnert uns zugleich daran, dass die Investmentwelt voll ist von erfolglosen aktiven Fonds. Wir glauben, dass erfolgreiche Fondsmanager sich vor allem durch einen robusten Anlageprozess und eine aus ihren Kenntnissen abgeleitete, wiederholbare Philosophie auszeichnen. Den richtigen Fondsmanager zu identifizieren, der den Markt schlagen kann, erfordert Zeit, Ressourcen und Kenntnisse über die Auswahl von Fonds. Deshalb vertrauen wir bei der Wahl der besten Manager für unsere Kunden auf ABN Amro Investment Solutions (AAIS). Die Experten von AAIS konzentrieren sich bereits seit 1998 auf die Auswahl herausragender Fondsmanager. Der Fondsauswahlprozess ist streng und effektiv (siehe Grafik unten). Der Beleg: Seit ihrer Auflegung haben unsere Fonds ihre Benchmarks deutlich outperformt.

Eines der Hauptargumente für passive Fonds sind die im Vergleich zu aktiven Fonds in der Regel geringeren Kosten. Die seit Januar 2018 gültigen Regeln von Mifid II verpflichten Asset Manager, auch versteckte Gebühren offenzulegen. Vor der Einführung von Mifid II war es Standard, die laufenden Kosten (ongoing costs figure, OCF) auszuweisen. Mifid II verlangt nun von Asset Managern, die Gesamtkosten anzugeben – inklusive Transaktions- und Handelskosten sowie anderen Gebühren.

Nach Angaben der Financial Times wurde damit erstmals deutlich: Die Gesamtkosten eines Investments in Fonds können zwei- bis viermal höher liegen als die OCF, wenn Transaktionskosten, Plattformgebühren und erfolgsabhängige Vergütungen einbezogen werden. Die Gesamtkosten einiger beliebter passiver Fonds vervierfachen sich, wenn Plattformgebühren und Transaktionskosten hinzugerechnet werden. Und einige Asset Manager sind bisher nicht transparent mit diesem Sachverhalt umgegangen – sie veröffentlichten entweder schwer verständliche Factsheets oder machten die Kostendetails nur Vertriebspartnern zugänglich.

Prospery legt großen Wert auf Gebührentransparenz. Es gibt zwei Kostenschichten: Die erste Schicht ist die geringe jährliche Verwaltungsgebühr von 0,69 Prozent auf ein aktiv verwaltetes Vermögen bis zu 400.000 Euro. Für darüber hinaus zusätzlich investierte Beträge fallen keine weiteren Kosten an. Bei Kunden mit einem Anlagevermögen über 150.000 Euro ist die persönliche Betreuung durch einen Vermögenscoach bereits inkludiert. Bei einem unter dieser Summe investierten Vermögen fällt lediglich eine verringerte Pauschale von 100 Euro pro Monat für das Vermögenscoaching an. Die Mindestlaufzeit beträgt dabei zwölf Monate.
Die zweite Schicht sind die Aufwendungen für die Manager der Fonds, in die investiert wird. Diese Gebühren schätzen wir auf der Basis der Vorgaben von Mifid II. Die Höhe dieser Gebühren schwankt zwischen 0,34 und 0,93 Prozent pro Jahr, abhängig von der tatsächlichen Zusammensetzung der Bausteine Ihres Portfolios. Die Kosten beinhalten laufende Kosten, Transaktionskosten und etwaige Performance-Gebühren. Die Kosten sind grundsätzlich für defensive Portfolios geringer, weil bei eher risikoscheuen Kunden der Anteil von Anleihefonds mit geringeren Kosten steigt.

Sowohl für eher defensive als auch für eher offensive Portfolios gilt jedoch: Der vermeintliche Kostenvorteil passiver Fonds schmilzt dahin, wenn Kunden – wie bei Prospery – von Konditionen profitieren, die normalerweise nur professionelle Investoren erhalten.

 

Wendler, G. and Peckham, J. (2015). "Think Active Can’t Outperform? Think Again." Invesco white paper series: https://www.invesco.com/portal/site/us/financial-professional/active-passive-investing/ 

2 Market cycle 1: Peak to peak (7/98-3/00), Market cycle 2: Trough to trough (10/98-9/02), Market cycle 3: Peak to peak (4/00-10/07), Market cycle 4: Trough to trough (10/02-2/09), Market cycle 5: Peak to present (11/07-12/16)

Vermögensmanagement und Investments mit Prospery