The Future of wealth 

Die Demokratisierung der Vermögensverwaltung

Vermögensverwaltung für alle - die digitalisierung hat es möglich gemacht. wir erklären, warum. 

8. Mai 2018

„Vermögensverwaltung für alle.” Was sich zunächst einfach anhört, ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Traditionell bleibt die Vermögensverwaltung ausschließlich sehr vermögenden Anlegern vorbehalten. Denn viele Vermögensverwalter und Banken bieten ihre Dienstleistungen erst ab einem Anlagevermögen von 500.000 Euro an – eine Summe, ab der die sogenannte diskretionäre Vermögensverwaltung beginnt. Dabei arbeitet der Vermögensverwalter eine maßgeschneiderte Strategie für den Kunden aus und verwaltet für ihn ein individuelles und auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Portfolio. Ungerecht dabei: Eine halbe Million Euro steht wohl nur den wenigsten Privatanlegern zur Verfügung. Darüber hinaus hat individueller Service seinen Preis: Banken und Verwalter berechnen häufig rund 1,5 Prozent des Depotwerts an Gebühren pro Jahr.  

Die Idee der „Demokratisierung der Vermögensverwaltung“ ist noch relativ frisch. Vor fünf Jahren rief der Wirtschaftsnobelträger Robert Shiller im Handelsblatt dazu auf, Bank- und Finanzdienstleistungen für alle zugänglich zu machen. Für alle – das bedeutete für Shiller, dass auch Anleger und Sparer mit kleineren Geldbeträgen finanzielle Rücklagen bilden und für das Alter vorsorgen können sollen – und dabei die Möglichkeit erhalten, genauso professionell betreut zu werden wie vermögendere Kunden. 

Die Digitalisierung hat den Weg hin zu einer demokratischeren Vermögensverwaltung geebnet. Nicht nur sorgt sie für eine höhere Transparenz an den Finanzmärkten – sie hat auch für den Bank- und Finanzdienstleistungssektor neue Möglichkeiten eröffnet. Über innovative digitale Plattformen können sich nun auch Anleger mit kleinerem Investitionsvermögen neue Möglichkeiten erschließen, ihr Geld zu investieren – und das unabhängig von der Höhe ihres Vermögens.


Automatisierung eröffnet Chancen
Das gelingt zum Beispiel durch den Einsatz von Robo-Advisory-Systemen. Durch die Automatisierung und die reine Online-Verwaltung wird die Vermögensverwaltung nämlich deutlich günstiger. Das hat zwei Gründe: Zum einen spart der Einsatz von Computer-Programmen Personalkosten – ein teurer Vermögensverwalter ist nicht mehr vonnöten. Zum anderen ist der vermehrte Einsatz von relativ kostengünstigen Anlageprodukten wie Exchange Traded Funds (ETFs) ein entscheidender Faktor. Sie ermöglichen Robo-Advisor eine Vermögensverwaltung mit deutlich geringerer Mindestanlagesumme als klassische Vermögensverwalter. Mit einem Robo-Advisor erhalten Anleger eine Anlagestrategie, die auf Basis der Antworten eines Online-Fragebogens generiert wird. Aus diesen werden Regeln abgeleitet – sodass der Algorithmus weiß, wie er arbeiten soll. Eine vollwertige Vermögensverwaltung ermöglichen solche Lösungen allerdings längst noch nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe. So muss der Anleger unter anderem in ein Musterportfolio investieren. Einen ETF oder Markt zu umgehen, der in einem solchen enthalten ist, ist bei den meisten Anbietern nicht möglich. Die Auswahl ist häufig eingeschränkt – und dass ein Robo-Advisor Investitionen in Spezialthemen zulassen, ist eher selten. Der Individualisierungsgrad ist also nicht sehr hoch. 

Professionelle Vermögensverwaltung online
Gerade in unsicheren Zeiten verlangen viele Anleger noch immer nach einem persönlichen Ansprechpartner – ein Wunsch, dem die digitale Vermögensverwaltung in ihrer typischen Ausprägung bisher kaum oder gar nicht nachkommen kann. Einige Anbieter versuchen daher, die Lücke zwischen digitaler Geldanlage und Beratung zu schließen. Diese hybriden Modelle bieten auch die Möglichkeit, nicht nur in passive Fonds zu investieren, sondern auch auf eine digitale, aktiv gemanagte Vermögensverwaltung zurückzugreifen, die auf den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden aufbaut – und das ab einer geringeren Anlagesumme als eine klassische Vermögensverwaltung aufrufen würde. Mit Prospery Invest zum Beispiel erhalten Kunden ein aktiv gemanagtes, auf ihr persönliches Risikoprofil abgestimmtes Portfolio für ihren Vermögensaufbau. Statt auf Robo-Ratschläge setzt Prospery dabei auf erfahrene und spezialisierte Fondsmanager.

Robo-Advisor haben ganz klar zur Demokratisierung der Vermögensverwaltung beigetragen. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass der Mensch unverzichtbar bleibt. Daher verbinden wir unser digitales Vermögensverwaltungsangebot mit der Expertise von Vermögensplanern und Coaches, die unsere Kunden zu 100 Prozent unabhängig bei ihren Entscheidungen unterstützen. Sei es bei Fragen rund um die Vorsorgeplanung, die Vermögensallokation oder Strategien zum Vermögensaufbau – und das ganz im Sinne der Demokratisierung der Vermögensverwaltung: auch für Kunden mit kleinerem Anlagevermögen und unabhängig davon, wie weit entfernt die nächste Filiale eines traditionellen Vermögensverwalters für Sie ist.
 

Vermögensmanagement und Investments mit Prospery