FUND PERFORMANCE

Die Märkte im Dezember: Ein schwieriger Monat für Anleger

16. Januar 2019

Die Normalisierung der Geldpolitik seitens der Zentralbanken, schwache Wachstumsdaten aus der Industrie und geopolitische Spannungen führten zu einer negativen Entwicklung am Kapitalmarkt.

Die Welle der Verlustaversion schlug im Dezember um sich und trieb viele Anleger zum Verkauf ihrer Positionen. Dies sorgte in der Konsequenz für negative Zahlen an den Börsen. Der letzte Monat war der schlechteste Börsenmonat seit 2009. Wichtige Indizes zwang es in die Knie. Der STOXX Europe 600 verlor mit knapp 11% am meisten. Auch der S&P 500 verlor mit -4,38% so viel wie seit 2008 nicht mehr. Die Anleger flohen deshalb in sichere Anlagen wie die Bundesanleihe. Dies führte dazu, dass die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe auf ein Rekordtief für 2018 von 0,22% fiel. Weitere Gründe für den Kursrutsch lagen sowohl auf der mikroökonomischen wie makroökonomischen Ebene. Die Kapitalmarktdaten zeichneten durchweg ein negatives Bild und sorgten für einen negativen Ausblick. Dies hängt vor allem mit den geopolitischen Spannungen und der Normalisierung der Geldpolitik seitens der Notenbanken zusammen. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA konnte trotz großer Hoffnungen bislang noch nicht gelöst werden. In China ließ das Wachstum im Bereich der industriellen Produktion nach. Hinzu kamen negative Arbeitsmarktdaten aus der USA. Des Weiteren stellt sich der Brexit für Premier Ministerin Theresa May schwieriger dar als geplant, da die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien nicht zur Zufriedenheit des Britischen Parlaments beitrugen, zumal das Parlament noch zustimmen muss. Zu guter Letzt vollzog die Fed ihre vierte Zinsanhebung in 2018 und verkündete, dass in 2019 weitere Zinsanhebungen folgen werden. Dies stimmte die Anleger in Summe negativ und sorgte für den Kursrutsch im Dezember.

Die Entwicklung der Prospery Fonds im Dezember

Der Prospery Growth Fonds schlug im Dezember mit -7,25 % ins Gewicht. Seine Benchmark verlief mit -6,03% ebenfalls im Minus. Der Prospery Defensive Fonds hält weniger Aktien und verlor deshalb nur -2,3%. Die Benchmark erzielte ein leichtes Plus von 0,33%. Der ABN AMRO Euro Short Term Bond Fonds orientiert sich am Geldmarkt und notierte im Dezember mit -0,15%.

december performance defensive

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Gründe für die Entwicklung der Prospery Fonds

Die negative Entwicklung der Fonds resultiert größtenteils aus der taktischen Übergewichtung von Aktien zu Lasten der Anleihen. Prospery Growth Fonds hält aktuell 85% Aktien wohingegen seine Benchmark nur 75% Aktien beinhaltet. Auch der Prospery Defensive Fonds ist mit einer Übergewichtung der Aktien von 10% investiert. Einen positiven Beitrag lieferte die Entscheidung, Anleihen im Bereich der Schwellenlänger zu positionieren. Hier konnte trotz des negativen Gesamtmarktes eine positive Rendite erzielt werden.

Unser Portfolio Management hat aufgrund der negativen Entwicklung das Risiko im Prospery Defensive Fonds gesenkt. Hier wurde Ende des Monats die Aktiengewichtung von 30 auf 20% reduziert. Diese Entscheidung basiert auf den Kursverlusten der letzten Monate und soll das Risiko weiterer Kursverluste reduzieren. Im Gegensatz dazu verblieb die Aktienquote des Prospery Growth Fonds leicht übergewichtet, da dieser Fonds eine höhere Volatilität verträgt und in einer Phase des Aufschwungs voll partizipieren soll.

Unser Marktausblick

2018 war ein sehr turbulentes Börsenjahr mit enormer Volatilität. Eine Abschwächung des Wachstums führt jedoch nicht unbedingt in eine Rezession. Der Blick nach vorne stützt sich jedoch weiter auf grundsätzlich positive Fundamentaldaten. Es wird erwartet, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China löst, da beide Parteien konstruktive Gespräche suchen. Hinzukommt, dass die europäische Automobilindustrie nach der Zollproblematik wieder gefangen hat und hohe Investitionen anstrebt. Dies widerspricht den typischen Signalen von einer globalen Rezession. Deshalb ist es auch noch zu früh, um das Risiko in den Fonds komplett nach unten zu fahren. Unsere Aufgabe liegt deshalb darin, die Volatilität gering zu halten und in Phasen des Aufschwungs voll zu partizipieren. In den letzten Jahren zeigten sich häufig schnelle Erholungsphasen nach Kurseinbrüchen. Deshalb bleibt unser Investment Team weiterhin im Bereich der Aktien und im Bereich der Schwellenländer übergewichtet.

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