PERFORMANCE REVIEW

Die Märkte im September: Die Rhetorik des Handelskonflikts geht weiter

9. Oktober 2018

Auch im September lag der Fokus wieder auf dem drohenden Handelskrieg. Nach der Einigung zwischen den USA und Mexiko konnte nun auch der kanadische Premierminister Trudeau ein Abkommen mit US-Präsident Trump unterzeichnen. Damit wurde das ehemalige Handelsabkommen NAFTA durch das modernisierte USMCA (United States-Mexico-Canada-Agreement) abgelöst, was die Märkte temporär positiv stimmte. Doch der Handelskonflikt zwischen den USA und China spitzte sich unterdessen weiter zu. Trump drohte damit, neue Zölle auf weitere $267 Milliarden China-Importe zu erheben. Dies führte zu einer Verunsicherung an den Märkten, da eine derartige Belastung auf den größten Absatzmarkt für China ein großes Problem darstellt. Anleger befürchteten, dass sich dies stark auf die wirtschaftliche Entwicklung Chinas auswirkt. Doch die Gesprächsbereitschaft beider Parteien beruhigte die Märkte wieder etwas – insbesondere im Bereich der Schwellenländer und der Währungen.

Auf lokaler Ebene wirkten sich die länderspezifischen Herausforderungen negativ auf die Märkte aus. Die Probleme in Italien, Argentinien, Brasilien und der Türkei konnten nicht gelöst werden. Eine Ansteckungsgefahr auf globaler Ebene sahen die Anleger jedoch nicht.

Der Anstieg des Leitzinses durch die Fed um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25% kam wie erwartet. Die Anleihenkurse im Bereich der Schwellenländer tendierten leicht negativ. Größere Verwerfungen an den Anleihenmärkten blieben jedoch aus. In Europa betonte die EZB nochmals, dass sie an einem Ende Ihres Anleihenkaufprogramms zum Dezember 2018 festhält.

Die Entwicklung der Prospery Fonds im September
Im September lag die Rendite des Prospery Growth Fonds mit -0,33% leicht im Minus. Im Gegensatz dazu konnte unser Prospery Defensive trotz eines schwierigen Marktumfelds erneut seine Benchmark schlagen und eine positive Rendite von 0,35% erzielen. Der stabilisierende geldmarktnahe ABN AMRO Euro Short Term Bonds Fonds war mit -0,02% etwas besser als seine Benchmark.

Prospery Defensive

Prospery Growth

Short Term Bond

Fund Performance

Die Gründe für die Entwicklung
Die Übergewichtung der Aktien auf Kosten von Anleihen war taktisch sinnvoll. Im dritten Quartal lag die Rendite des weltweiten Aktienindex MSCI ACWI in EUR bei 4,82%, wohingegen europäische Anleihen mit -0,42% rentierten (BofAML 1-10Y EUR Broad market). Sowohl im Bereich der Aktien wie auch Anleihen lag die Rendite auf Ebene der Schwellenländer im Minus. Dies zog unsere Fonds leicht nach unten.

Unser Marktausblick
Wir sehen weiterhin starke Fundamentaldaten auf globaler Ebene, was sich anhand der positiven Berichtssaison zeigt. Deshalb setzten wir im Bereich der Aktien auf Value-Titel und halten an unserer Übergewichtung von Aktien auf Kosten der Anleihen weiter fest. Von einer Ansteckungsgefahr der länderspezifischen Risiken ist nicht auszugehen. Dies trifft auch auf die Schwellenländer zu. Trotz vereinzelter Risiken überzeugen die fundamentalen Daten der Unternehmen. Der Anstieg des Dollars wird ebenfalls erstaunlich gut verkraftet. Diese stabile Entwicklung veranlasst uns dazu, die Übergewichtung im Bereich der Schwellenländer aufrecht zu erhalten. Bei den Anleihen wird hier aus Risikoaspekten der Fokus auf kurze Restlaufzeiten gelegt.

Lynn Invest