Die Zukunft des Wealth Managements

Digital oder menschlich – zwei Attribute der Vermögensverwaltung

31. Oktober 2018

Die Digitalisierung hat den Finanzsektor ordentlich umgekrempelt. Robo-Advisor werden als die Anlageberater von morgen gehandelt, da sie bequemes und lukratives Wealth Management versprechen. Nichtsdestotrotz legen viele Anleger weiterhin Wert auf menschliche Beratung. 

Die Zukunft des Wealth Managements

Robo-Advisor schossen in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden. Ihr Ziel: Anlegern ein digitales, vollautomatisiertes Vermögensmanagement bieten. Doch ist es das, was Investoren heute wollen und brauchen? Es mag zwar so erscheinen, als ob Menschen, die ihre Bahntickets auf dem Smartphone kaufen, ihr Essen per App bestellen und Online-Banking nutzen, auch ihr Vermögen möglichst einfach und digital verwalten möchten. Die Digitalstudie der Deutschen Postbank fand allerdings heraus, dass über Dreiviertel der Deutschen Wert auf eine persönliche Beratung legen, wenn es um den Abschluss einer Geldanlage geht. Dies steht im direkten Kontrast zum rasanten Filialsterben vieler Bankhäuser. Einer Ende 2017 veröffentlichten Studie der KfW zufolge haben zwischen 2000 und 2015 über 10.000 Bankfilialen geschlossen. Würde dieses Tempo beibehalten werden, würden im Jahr 2035 nur noch die Hälfte der zur Jahrtausendwende noch existierenden Standorte geöffnet sein. 

Angesichts dieser konträren Bewegungung kommt zu Recht die Frage auf: Wie wird das Wealth Management der Zukunft aussehen? Werden Robo-Advisor uns künftig unsere Anlageentscheidungen abnehmen, oder wird der Mensch die erste Anlaufstelle für Anleger bleiben? Wir bei Prospery gehen davon aus, dass sich eine hybride Form der Vermögensverwaltung in Zukunft durchsetzen wird. Denn natürlich können Robo-Advisor kostengünstig Anlageentscheidungen treffen und Portfolios zusammensetzen. Anleger individuell beraten können sie allerdings nicht. Vielmehr sind sie darauf ausgelegt, nach einem festgelegten Algorithmus zu investieren. Das heißt, sie beziehen weder die Stimmungslage der Märkte noch der Anleger in ihre Entscheidungen ein. Doch gerade in einem volatilen, schwer vorherzusehenden Marktumfeld wie dem heutigen ist persönlicher Rat Gold wert. Denn hier können Experten den Anlegern mit Rat und Tat beistehen und mit ihnen strategische Entscheidungen treffen. Der menschliche Experte verfügt über die nötigen Erfahrungswerte und Wissen über weitere Finanzthemen wie Finanzplanungen, Erbschaft, Vermögensallokation, Immobilien etc. Das werden Maschinen unserer Meinung nach zumindest in den nächsten Jahren nicht lernen und leisten können. 

Doch muss der Austausch mit den Finanzexperten zukünftig unbedingt persönlich und vor Ort erfolgen? Unsere Meinung hierzu ist klar: Aufgrund der immer besseren digitalen Möglichkeiten, gehen wir davon aus, dass immer mehr Anleger sich via Video-Call oder Chat mit Finanzexperten austauschen werden. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Zum einen können die Anleger so Zeit sparen, da sie die Finanztipps bequem von Zuhause aus erhalten können – anstatt erst einen aufgrund des Filialsterbens immer längeren Weg auf sich nehmen zu müssen. Zum anderen sind sie nicht mehr an die starren und gefühlt immer kürzer werdenden Öffnungszeiten gebunden. Mit Prospery bieten wir genau ein solches hybrides Modell an: Während des gesamten Investment-Prozesses können sich die Anleger mit unseren Vermögenspartnern austauschen, die ihnen Rede und Antwort stehen und mit ihnen gemeinsam daran arbeiten, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. In einer schnelllebigen Zeit setzen wir auf zeitsparende Alternativen, die eine expertenbetreute Vermögensverwaltung nicht ausschließt.

Wealth Coach Jochen