Performance Review

Die Märkte im Juli

Der drohende Handelskrieg sorgt für Volatilität und belastet die Märkte

6. August 2018

Anleger befürchten einen Handelskrieg und beobachten gespannt den Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die weiteren Gespräche zwischen den USA und der EU. Die fundamentalen Wirtschaftskennzahlen bleiben weiter robust.

Der Handelsstreit verunsichert die Anleger. Nach dem Treffen zwischen Juncker und Trump konnten die befürchteten Autozölle vorerst verhindert werden. Im Gegenzug dazu werden nun Gespräche geführt, wie weitere Handelsbarrieren gesenkt werden können, um den USA entgegenzukommen. Nach der Entspannung zwischen den USA und Europa droht jedoch neuer Ärger zwischen den USA und China. Auch hier droht US-Präsident Trump mit einer Erhöhung der Zölle. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch positive Signale. Die Gewinnsaison in den USA überzeugt mit höheren Gewinnen als erwartet. Hinzu kommen positive Arbeitsmarktdaten. Beide Faktoren zeugen von einem robusten Aktienmarkt in den USA. Europa konnte hingegen nur ein kleines Plus verzeichnen. Im Bereich der Schwellenländer belastet der US-Dollar seit Anfang des Jahres neben den Aktienmärkten auch die Anleihen. Im letzten Monat zeigte sich jedoch eine Erholung der Märkte. China unternimmt auf Grund des zuletzt schwächeren Wachstums eine Gegenmaßnahmen und plant ein Konjunkturpaket. Dies geht einher mit einer Abwertung des Yuans.

Die Entwicklung der Prospery Fonds im Juli
Unser Prospery Growth Fonds erreichte im Juni eine Performance von 1,95 %, womit der Fonds seine Benchmark schlägt. Trotz des schwierigen Umfelds im Bereich der Anleihen schafft es auch unser Prospery Defensive Fonds eine Rendite von 1 % zu erzielen. Im Vergleich hierzu erreichte die entsprechende Benchmark eine negative Rendite von 0,07 %. Der ABN AMRO Euro Short Term Bond hat es geschafft, trotz negativen Einlagezinsen leicht im Plus zu bleiben. Auch dieser Fonds hat somit sein Ziel erreicht, besser zu verlaufen als die Benchmark und das Depot zu stabilisieren.

Die Gründe für die Entwicklung
Die Outperformance der Prospery Fonds resultiert aus dem gewählten Übergewicht in Aktien. Da Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen derzeit das beste Risiko-Rendite-Verhältnis aufweisen, entschied sich das Management hier für eine Übergewichtung. Dies hat sich ausgezahlt, da gerade in den USA sowohl die Arbeitsmarktdaten als auch die Gewinnsaison sehr positiv ausfallen. So hat der S&P 500 im Juli 4,9 % zugelegt . Im Vergleich dazu legten die europäischen Werte nur gering zu. Das taktische Übergewicht beider Fonds im Aktienbereich hat sich somit positiv ausgewirkt.

Leicht schwächere Daten kamen aus den Schwellenländern, in denen im ersten Halbjahr 2018 der stärker werdende US-Dollar sowohl die Aktien als auch die Anleihen belastet. Dies zeigt sich auch anhand der Benchmarks, die jeweils knapp 1 % nachgaben. Wir haben die Gewichtung im Bereich der Schwellenländer beibehalten, da wir davon überzeugt sind, dass auch hier Aktien langfristig höhere Renditen erzielen werden. Dies ist auch ein weiterer Grund für die Outperformance, da sich die Aktien und Anleihen der Schwellenländer im Juli sichtlich erholt haben.

Unser Marktausblick
Die Rhetorik im Handelsstreit dominiert die globalen Märkte. Investoren beobachten hierbei insbesondere die Entwicklung zwischen den USA und China. Die Auswirkungen zeigen sich vor allem in Form erhöhter Volatilitäten an den weltweiten Aktienmärkten. Allerdings halten sich diese Auswirkungen in ihrem Ausmaß in Grenzen. In Europa sehen wir eine Entspannung, da die EZB die klare Aussage getroffen hat, die Zinsen nicht vor Sommer 2019 anzuheben. Mit Blick auf Italien hat dies auch politisch zu einer Entspannung geführt. Weiterhin sehen wir die Aktien auf Grund des Risiko-Rendite-Verhältnis im Vergleich zu anderen Anlageklassen klar im Vorteil. Deshalb bleiben wir bei einem leichten Übergewicht von Aktien.