Wealth in der wissenschaft

Die vier häufigsten Verhaltensfehler von Anlegern

die meisten sind davon überzeugt, anlageentscheidungen streng rational zu treffen. aber ist das wirklich so?

17. Mai 2018

Irren ist menschlich –  auch an den Märkten stehen sich Anleger oft selbst im Weg, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen und taktisch klug vorzugehen. Denn das Wunschdenken vom rationalen, ökonomisch handelnden Menschen mag zwar ein beliebtes theoretisches Modell sein, doch in der Realität entscheiden viele Anleger an der Börse emotional und folgen bestimmten psychologischen Schemata. Ihre Verluste resultieren daher oft aus typisch menschlichen Fehlern und Verhaltensweisen. In Studien verschiedener Wirtschaftspsychologen kristallisierten sich dabei vor allem vier typische Fehler heraus: 

1. Selbstüberschätzung
Anleger vertrauen oft blind auf ihre eigenen Fähigkeiten und überschätzen häufig ihre eigenes Gespür für Finanzmärkte dabei maßlos. So erläutern die Psychologen Amos Tversky und Daniel Kahneman in einem klassischen Aufsatz, wie Investoren dabei versagen, ein Intervall einzugrenzen, von dem sie mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit dachten, dass sich der Dow Jones darin in der kommenden Woche befinde. Die geschätzten Intervalle lagen bei solchen Versuchen in etwa 30 der Fälle neben dem realen Wert. Bei einer realistischen Betrachtung hätten es höchstens 1 Prozent sein dürfen. Für Betätigungen am Finanzmarkt kann zu viel Vertrauen in die eigenen Vermutungen fatal sein: Anleger, die sich ihrer Entscheidung derart sicher sind, investieren oft weitaus mehr Geld in Anlagen als bei einer rationalen Abwägung gerechtfertigt wäre. Das gilt auch bei Neuheiten und Innovationen: Häufig setzen Investoren auf ihre Intuition und darauf „den richtigen Riecher“ gehabt zu haben statt Finanzentscheidungen objektiv und nüchtern zu betrachten.

2. Die Illusion von Kontrolle
Menschen tendieren dazu, zu glauben, die Kontrolle über eine Situation zu haben, selbst wenn sie keinerlei Einfluss auf den Verlauf des Geschehens haben. Auch viele Anleger sind der Ansicht, sie könnten die Resultate ihrer Anlagen beeinflussen. Aus dieser Illusion heraus überschätzen sie in der Hoffnung auf eine Kurserholung häufig Aktien, die an Wert verlieren, oder sehen Trends, wo keine sind. Auch sogenannte „Heuristiken“ führen oft zu unüberlegten Fehlentscheidungen: Aufgrund von Ähnlichkeiten, zum Beispiel bei der Kursentwicklung, ziehen Anleger Parallelen zwischen zwei verschiedenen Anlageklassen und nehmen an, dass sie in beiden Fällen dementsprechend gleich entscheiden können.

3. Herdentrieb
Die dunkle Seite der Schwarmintelligenz ist der Herdentrieb: Denn nicht immer trifft die große Mehrheit die richtige Entscheidung. In einem berühmt gewordenen Experiment des Psychologen Solomon Asch wurde zwei Gruppen von Testpersonen eine simple Frage gestellt, auf die es eine objektiv richtige Antwort gab. Die erste Gruppe beantwortete die Frage einheitlich richtig. In der zweiten Gruppe war die Hälfte der Probanden durch Lockvögel ersetzt, die diese absichtlich falsch beantworteten. Dieser offensichtlich falschen Antwort schloss sich der Rest der Gruppe an. Auch bei Anlageentscheidungen tendieren viele Fondsmanager und Anleger dazu, der gleichen Strategie wie andere Finanzakteure zu folgen und in die gleichen Produkte zu investieren – auch, wenn sich Alternativen als wesentlich lukrativer darstellen. Die Herausforderung des aktiven Managements besteht vor allem darin, sich diesem Herdentrieb entgegenzustellen. So fuhr Prospery im Frühjahr dieses Jahres Verluste ein, da die Experten trotz einer schlechten Entwicklung der Märkte bei ihrer Überzeugung blieben und Aktien übergewichteten: Im April erzielten die Prospery-Fonds ein deutliches Plus, Anleger durften sich über überdurchschnittliche Gewinne freuen.

4. Angst vor Verlusten
Die Angst vor Verlusten wiegt bei den meisten Anlegern schwerer als die Aussicht auf einen möglichen Gewinn. Dabei kommt es nicht einmal darauf an, wie hoch der zu erwartende Verlust ist. In einer weiteren Studie von Daniel Kahneman und Amos Tversky wurden die Probanden vor die Wahl zwischen zwei Situationen gestellt: Entweder verlieren sie garantiert 750 Dollar oder verlieren mit einer 20-prozentigen Sicherheit nichts und mit einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit 1.000 Dollar. Obwohl die Höhe des zu erwartenden durchschnittlichen Verlustes im zweiten Fall höher ist, entschieden sich mehr als 90 Prozent für die zweite, unsichere Variante. Mit einem direkten Verlust konfrontiert, neigen auch viele Anleger zu riskanten Verhaltensweisen. Aus diesem Grund scheuen sich Finanzakteure oft davor, fallende Aktien zu behalten und auf eine Erholung der Kurse zu warten.

Um derartige Fehler zu vermeiden und das Vermögen ihrer Kunden sicher und gewinnbringend anzulegen, arbeiten bei Prospery erfahrene Coaches, die mit einem ganzheitlichen Ansatz dabei helfen, persönliche Sparziele zu erreichen. Die taktischen Anlageentscheidungen übernehmen erfahrene professionelle Fondsmanager. Anleger können sich daher auf das konzentrieren, was für sie relevant ist: Dank unserer flexiblen und leistungsfähigen Plattform haben sie jederzeit den vollen Überblick über die Entwicklung ihres Vermögens.
 

Vermögensmanagement und Investments mit Prospery