Wochenkommentar

Handelskonflikt hält Märkte in Atem

In der vergangenen Woche ging es an den Märkten erneut hoch her. Mehr dazu im Wochenkommentar.

10. April 2018

Auslöser für die Turbulenzen auf den Märkten vergangene Woche waren vor allem die Angst vor einem Handelskrieg und Probleme im Technologiesektor. Trotz des „Wie Du mir, so ich Dir“-Schlagabtauschs zwischen den USA und China halten wir die Angst vor einem Handelskrieg nach wie vor für überzogen.

Die Akteure rüsten zwar rhetorisch auf, und die Märkte reagieren darauf, aber die Zölle sind nach wie vor nur Vorschläge. Aus US-Seite läuft die Konsultationsphase bis mindestens 22. Mai; und China sagt, die Umsetzung ihrer eigenen Maßnahmen hänge vom Handeln der USA ab. Das heißt, bis tatsächlich Zölle umgesetzt werden, wird noch einige Zeit vergehen. Wir halten das, was momentan stattfindet, für die Anfangsphase von Handelsverhandlungen, die letztlich zu einer verwässerten Version der aktuellen Vorschläge führen werden.

Die jüngsten Inflationsdaten für die Eurozone sind wenig beeindruckend, wenngleich in gewissem Maße Aufwärtsdruck zu verzeichnen war. Der stärkste Inflationstreiber, das Lohnwachstum, ist nach wie vor schwach. Die Aktienmärkte dürften noch einige Zeit volatil bleiben, bevor sie sich wieder stabilisieren, und an den Anleihemärkten sind Anzeichen für Risikoscheu zu sehen, die mit der Angst vor einem Handelskrieg und Sorgen im Hinblick auf die Entwicklung von Technologieaktien zu tun haben. Die Rendite auf deutsche Staatsanleihen ist wieder auf rund 0,50 % gefallen.

Trotz der Marktturbulenzen sind wir der Meinung, dass die zugrunde liegenden Fundamentaldaten nach wie vor gut sind: Das Wirtschaftswachstum ist immer noch positiv, die Inflation ist niedrig, und die Zentralbanken gestalten ihre Rückkehr zu normaleren Zinssätzen sehr vorsichtig. Risikobehaftete Anlagen wie Aktien erhalten von den Investoren weiterhin den Vorzug vor Anleihen. 

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